Objekt:

 Löffel, Alabaster, 17,6 cm.

Datierung:

 SB IIB (1300-1150).

Herkunft:

 Der el-Balah, Fundkontext unbekannt.

Sammlung:

 Fribourg, Sammlungen BIBEL+ORIENT, VRep 2004.7.

Darstellung:

 Das Mädchen ist in seinen Proportionen nicht ganz so elegant wie die besten ägyptischen Parallelen. Die Füße sind etwas zu groß, die Beine verhältnismäßig kurz, und die Arme, die den Löffel tragen, sind schlicht zwei Streifen. Das Mädchen ist nackt bis auf einen Gürtel mit Zickzack-Dekor. Der Kopf ist separat gearbeitet und mittels eines Zapfens und einer Vertiefung im Körper an diesem befestigt. Trotz der Beschädigungen ist erkennbar, dass das Mädchen kurze Haare hatte. Die auch aus einem Liebesgedicht bekannte Schwimmerin (Schlögl 2000: 58) dürfte, ähnlich wie das Mädchen als Spiegelgriff, die Jugend und Regeneration verkörpern, die der Gebrauch der Aromata mit sich bringt, die im Löffel, den sie trägt, präsentiert worden sind. Der Löffel hat die Form eines Granatapfels, der seinerseits ein Symbol erneuerten Lebens ist (Keel 1992b: 134-136).

Parallelen:

Loud 1939: Nr. 177-178, pls. 40-42:177-183: mehrere Belege für das schwimmende Mädchen als Griff eines Salblöffels - Elfenbein-Hort von Megiddo; Wallert 1967: 18-23, 121, Nr. L65: zu einer Schwimmerin aus Alabaster aus Amarna; Vandier d’Abbadie 1972: Nr. 1-21: 10-10-17; Murray 1900: 14f, fig. 2, 2, pl. 14:21: ähnlich schlecht proportionierte Schwimmerin - Enkomi; Dothan 1978: 61: weitere Belege stammen aus Bet Schean und vom Tell es-Sa˓idije.

Bibliographie:

Dothan 1978: 61-63; Keel/Schroer 2004: 150, Nr. 122.

DatensatzID:

823

Permanenter Link:

  http://www.bible-orient-museum.ch/bodo/details.php?bomid=823