Objekt:

 Plakette, Ton, 5 x 11,8 cm.

Datierung:

 Mari letzte Phase der Ville III (1810-1762) (Amoriterdynastie).

Herkunft:

 Mari, im Füllschutt des Petit Palais Oriental, Locus VII, TH 79‑147.

Sammlung:

 Deir ez-Zor, Archaeological Museum, 2880.

Darstellung:

 Die Göttin Ischtar steht zwischen zwei männlichen Begleitern auf ihrem Attributtier, einem kauernden Löwen (Schroer/Keel 2005: Nr. 258, 259, 260, Schroer 2008: Nr. 434, 448). Das Kreuzband auf der Brust, das Krummschwert in der herabhängenden Rechten und das Zepter (möglicherweise handelt es sich um dieselbe Keule wie bei Schroer 2008: Nr. 448) in der Linken weisen die Göttin, die eine Hörnerkrone trägt, als aggressiv‑kriegerische Gottheit aus. Auch ihre Begleiter tragen Beile. Die ganze, frontal dargestellte Figurengruppe steht auf einem durch ein Schuppenmuster angedeuteten Berg.

Parallelen:

Keel 1984: 608, Abb. 89: = Evans 1935: 608, fig. 597A/e; eine Berggöttin, flankiert von Löwen, ist auf einem Stempelsiegel aus dem Palast des Minos in Knossos dargestellt; Evans 1935: fi. 597:A,e: = Keel 1984: Abb. 89; eine Berggöttin, flankiert von Löwen, ist auf einem Stempelsiegel aus dem Palast des Minos in Knossos dargestellt; Pic/Weygand 1983: fig. 2: ein Bruchstück eines ähnlichen Terrottareliefs aus Mari; Muller 2002: II 193, fig. 174: vgl. den Terrakottaständer mit einer Göttin (?) zwischen zwei Löwen.

Bibliographie:

Margueron 1982: 22f, pl. 3:1-2; Pic/Weygand 1983: 202, fig. 1, pl. 1:1; Colbow 1991: Abb. 248, Nr. 376, Taf. 31; Cluzan/Delpont/Mouliérac 1993: 194, no. 133; Margueron 2004: 430, pl. 68, 515, fig. 504:2; Schroer 2008: 216f, Nr. 449.

DatensatzID:

33777

Permanenter Link:

  http://www.bible-orient-museum.ch/bodo/details.php?bomid=33777